Therapeutisches Angebot für Erwachsene

Je nach Ursache gibt es verschiedene Unterteilungen – z.B. organische oder funktionelle Dysphonien. 
Die Abklärung durch den HNO-Arzt ist wichtig, um den geeigneten Therapieansatz zu wählen.
Es können also durch verschiedene Erkrankungen Schäden an den Strukturen entstanden oder die Innervation gestört sein (Stimmbandlähmung z.B. nach Intubation) – als Beispiele für eine organische Dysphonie. 

Ein weiterer Grund für Störungen in diesem Bereich kann ein „ungünstiger Stimmgebrauch“ sein. Dies wird als funktionelle Dysphonie bezeichnet.
Da Stimme und Stimmung eng zusammengehören, können sich

  • – psychischer Stress
  • – Depressionen
  • – Trauer


auch auf die Stimme auswirken. 

Zu Beginn der Therapie werden – neben der logopädischen Stimmbefundung – diese möglichen Ursachen besprochen. Zur Arbeit an der Stimme gehört immer auch der Atem – und somit auch die Arbeit mit dem ganzen Körper.

Merkmale von Stimmstörungen

  • – Stimmqualität (Stimmklang)
      sie kann rau, knarrend, behaucht
      zu hoch oder zu tief sein
  • – eingeschränkte Lautstärke
      eingeschränkter Stimmumfang
  • – eingeschränkte Belastbarkeit
      nach längerem Sprechen Heiserkeit
      Globusgefühl, Räusperzwang


Weiteres Angebot:

Stimmliches Training und Beratung bei Menschen aus Stimmberufen

z.B. bei Stimmbandlähmungen

Die Elektrotherapie ist in der orthopädischen und neurologischen Rehabilitation eine langjährig anerkannte und weit verbreitete Therapieform.

Es können je nach Stromform und Auswahl der Parameter (Impulsform, Impulsdauer, Pausenzeiten, Frequenz und Intensität) gezielt unterschiedliche Wirkungen im Behandlungsgebiet hervorgerufen werden:

  • – Schmerzdämpfung
  • – Durchblutungsförderung
  • – Muskelrelaxation und Spasmuslösung
  • – Muskelstimulation zum Muskelaufbau/-erhalt (z.B. Atrophiebehandlung)
  • – Nervenstimulation zur sensomotorischen Regeneration bei peripheren und zentralen Lähmungen

 

Das vocaSTIM-Gerät ist auf Anforderungen an die Elektrotherapie und -diagnostik bei Larynxparesen und anderen Indikationsstellungen im Hals- und Gesichtsbereich abgestimmt.
Das Gerätekonzept basiert zu großen Teilen auf den Forschungsergebnissen und der langjährigen praktischen Erfahrung des Rostocker Phoniaters Prof. Dr. Pahn und seines Bochumer Kollegen Dr. Radü.

Ich selbst habe während meiner langjährigen klinischen Tätigkeit sehr gute Erfahrungen mit der Elektrotherapie bei der Behandlung von Stimmbandlähmungen gemacht.

Es gibt einige Kontraindikationen, die dann im konkreten Fall besprochen werden können.

Das Abschlucken von Nahrung ist ein komplexer Prozess, der die perfekte zeitliche und räumliche Koordination aller am Schlucken beteiligter Strukturen erfordert. Dies steuern fünf Hirnnervenpaare. So können Schluckstörungen beispielsweise im Zusammenhang mit folgenden neurologischen Erkrankungen auftreten:

  • – neurodegenerativen Erkrankungen
      (z.B. Parkinson, MS, ALS)
  • – fortgeschrittener Demenz
  • – nach Schlaganfällen
  • – Tumorerkrankungen
      (im Hirn oder direkt an den betreffenden Strukturen)


Auch bei strukturellen Veränderungen im orofazialen und pharyngealen Bereich kann es zu Schluckstörungen kommen, beispielsweise nach Eingriffen in den Bereichen

  • – Hals
  • – Zunge
  • – Wangen
  • – Kehldeckel


Gefahr besteht, wenn Flüssigkeiten (Getränke), Nahrung oder Speichel nicht vollständig in die Speiseröhre abgeschluckt werden, sondern Teile davon in die Luftröhre und in die Lunge gelangen. Dies kann dort zu Entzündungen führen.

Therapeutisch gibt es verschiedene Möglichkeiten – je nach dem Schweregrad und der Ursache der Schluckstörung. Dies wird dann im Rahmen der Diagnostik und Therapie besprochen.

Als Aphasie bezeichnet man eine plötzlich auftretende zentrale Sprachstörung nach dem vollendeten Spracherwerb.
Durch z.B. Schlaganfälle, Hirnverletzungen, Tumorerkrankungen oder Entzündungsprozesse kann es sein, dass gerade das Areal im Hirn betroffen ist, das vor allem für die sprachlichen Fähigkeiten „verantwortlich“ ist.

Prinzipiell können alle Sprachmodalitäten (Sprechen, Verstehen, Lesen, Schreiben und Gestik) betroffen sein.
Im Umgang mit betroffenen Menschen ist es wichtig zu wissen, dass ihre Intelligenz durch den Verlust von Teilen des Sprachsystems nicht beeinträchtigt ist.

Jede Aphasie ist anders. Diese verschiedenen sprachlichen Bereiche können unterschiedlich schwer betroffen sein.
Deshalb werden zu Beginn und im Verlauf der Therapie die verschiedenen Sprachmodalitäten angeschaut, um die Therapie für jeden Patienten passend gestalten zu können.

Auch im Verlauf von demenziellen Erkrankungen kommt es häufig zu einer Verarmung der Sprache. Dies bezeichnet man als „Kognitive Dysphasie“.
Im Rahmen der Therapie versucht man hier, die sprachlichen Fähigkeiten so lange wie möglich zu erhalten.

Unter einer Dysarthrie versteht man eine neurogene Störung der Sprechmotorik, bei der die schnelle Koordination der Sprechbewegungen gestört ist. Atmung und Stimme können mit betroffen sein (Dysarthrophonie). Das sprachliche System (Wortfindung, Sprachverständnis) ist hier intakt.

Mögliche Ursachen können sein:

  • – Schlaganfälle 
  • – neurodegenerative Erkrankungen
      (z.B. Parkinson, ALS, MS)
  • – Tumorerkrankungen
  • – Entzündungsprozesse
  • – Hirnverletzungen

Eine Dysarthrie kann verschiedene Ausprägungsgrade haben.
Eine besonders starke Ausprägung von gestörter Sprechmotorik und Koordination von Sprechbewegungen wird als Sprechapraxie bezeichnet. Gezielte Bewegungen sind kaum möglich und eine (verbale) Verständlichkeit nicht gegeben.
Dysarthrie und Sprechapraxie können (z.B. nach Schlaganfällen) auch zusammen mit einer Aphasie auftreten.

Im Rahmen der Therapie werden diese Bewegungsabläufe trainiert. Wobei das bewusste Wahrnehmen dieser Abläufe eine große Rolle spielt.

Der Fazialisnerv ist einer der Hirnnerven (VII.), der mit seinen Verzweigungen viele Bereiche des Gesichtes und Kopfes innerviert. Er hat motorische und sensorische Anteile. Bei einer Schädigung oder Reizung des Nervs kann es zu einer Lähmung oder Schwächung der Gesichtsmuskulatur kommen. Meist ist nur eine Gesichtshälfte betroffen.

Mögliche Ursachen einer Gesichtslähmung:

  • – Hirntumore
  • – Entzündungsprozesse im Hirn
  • – Schlaganfall
  • – Reizung (z.B. durch Luftzug)
  • – nach Zeckenbissen
  • – idiopathisch
      (ohne erkenntliche Ursache)

 

Durch Taping, Stimulation mit Eis, Vibration (z.B. mit dem Novafongerät), PNF, Bewegungsübungen und Arbeit über die Vorstellung (Ansatz Perfetti) wird versucht, eine Besserung zu erreichen.